Montag, 22. November 2010

Das Ende der Welt!


Ich denke man koennte den Sueden chiles berechtigt so bezeichnen. Es ist naemlich so das die naechstgelegene Stadt entweder schon in Argentinien ist, oder das 4 Stunden entfehrnte Puerte Natales. Und dazwischen liegt nichts. Und mit nichts meine ich nicht wie im Norden Deutschlands zum Beispiel das du ab und zu nochmal durch so ein kleines 3- Haeuserkaff fahrst. Nein, ich meine wirklich nichts. Es gibt nur die eine Strasse und ansonsten pure Natur. Wer sich jetzt denkt: "Oh wie langweilig!", der liegt da vollig falsch. Es ist einfach unbeschreiblich nur die Natur um sich zu haben.

Um aber nicht alles vorwegzunehmen moechte ich jetzt nocheinmal ganz von vorne Anfangen. Am Mittwoch, den 3. November, brachen wir (Jasmin, eine Austauschschuelerin aus der Schweiz und Ich) auf nach Santiago, um von dort aus um 1:20 in der Nacht nach Punta Arenas, eine Stadt im aeussersten Sueden Chiles, zu fliegen. In Santiago trafen wir noch eine andere Austauschschuelerin aus der Schweiz die in Copiapó wohnt und die auch mit uns nach Punta Arenas geflogen ist.
Wir kamen dann so um 5 Uhr dort an und am Flughafen warteten schon unsere Gastfamilien fuer diese eine Woche. Wir fuhren dann nach Hause, ich dermassen muede, und ich wollte eigentlich nurnoch ins Bett. Meine Mutter zeigte mir nur schnell mein Zimmer und ging und schloss dabei die Tuer vom Zimmer. Das hatte verherende Folgen. Ich wollte naemlich danach noch mal auf Klo, ging zur Tuer, doch sie blieb mir verschlossen. Ich ruettelte ein paar mal und gab es schnell auf mich weiter abzumuehen. Ich klopfte ein paar mal kraeftig an die Tuer und mein Gastbruder kam und fragte was denn los waere. Ich erklaerte ihm meine Lage und er holte ein Messer und seine Mutter zu hilfe, um von aussen die Tuer aufzumachen. Nach ungefaehr 20 Minuten gaben sie auf und der Vater wurde gewegt. Der holte Werkzeug und letzendlich brachen sie das Schloss auf... und das um halb 6 Uhr am Morgen. Daraufhin schlief ich bis 13:00. Ein abenteuerlicher Start in eine abenteuerliche Woche.

Am Nachmittag trafen wir (die beiden schweizer Austauschschuelerinnen, ein deutscher Austauschschueler in Punta Arenas (Jonas), der uns die Familien gesucht hatte, mein Gastbruder und ich uns am Plaza). Als erstes wurde natuerlich ueber mein Erlebnis gelacht. Danach besichtigten wir die Stadt und kuessten den Fuss von der Statue am Plaza. Das sollte jeder machen, denn wenn mans macht kommt man irgendwann wieder zurueck nach Punta Arenas, sagt man. Abends gingen wir Pool spielen und besprachen, wann wir am naechsten morgen nach Puerte Natales aufbrechen wollten. Da wollten wir hin um zum Torres del Paine zu fahren, dem schoensten Ort auf Erden.
Ich stellte fest, das die Chilenen diesen Ort berechtigt so nennen. Es war ueberwaeltigend. Wir fuhren mit einem Kleinbus ungefaehr 1 und ne halbe Stunde, bis wir zum offiziellen Anfang das Nationalparks kamen. Das was wir davor schon gesehen hatten, hatte uns schon umgehauen, aber das was wir im Nationalpark sahen war der absolute Hammer. Ueberall gab es Seen mit tuerkisem Gletscherwasser und im Hintergrund waren immer die Berge zu sehen. Mal fuhren wir ueber ein paar Huegel und ne Stunde spaeter waren wir dann in sowas wie nem Krater (ich weiss nicht wie ich das anders beschreiben soll). Wir waren bei einem Wasserfall und bei einem Riesensee, in dem Eisberge schwammen und man in Hintergrund einen riesen Gletscher sehen konnte. Aber da ich das alles mit Worten eh gar nicht richtig beschreiben kann, moechte ich jetzt ein paar Fotos folgen lassen. Auch diese sind nicht annaehernd so schoen wie die originalsicht, aber sie zeigen ungefaehr wie es war fuer mich da. An dieser Stelle emphele ich jedem, der mal die Strapazen einer laengern Reise auf sich nehmen moechte, in den Sueden Chiles zu fahren!
Da kuessen wir gerade den Fuss.
So ein Tier, das typisch fuer eine Hoehle in der Naehe von Puerte Natales ist. Bei der Hoehle waren wir uebrigens auch.

Das war das was wir auf der Fahrt von Punta Arenas nach Puerte Natales gesehen haben.

...Und die folgenden Bilder sind alle vom Torres del Paine.

Wilde Lamas.



Unser Minibus. Es waren noch drei Asiaten, ein Kanadier und einer aus Santiago mit uns auf der Tour.










Und ein Gruppenfoto... ich mache gerade das Foto. Von links nach rechts: Jonas (deutscher Austauschschueler in Punta Arenas), Carmen (schweizer Austauschschuelerin in Copiapó), Jose Luis (Freund von Jonas aus P.A., Sebastian (Freund von Jonas und mein Gastbruder fuer die eine Woche) und Jasmin (schweizer Austauschschuelerin in meiner Stadt)
Die restliche Woche waren wir noch in Punta Arenas, haben uns verschiedene Stellen der Stadt angeguckt, zum Beispiel einen Berg mitten in der Stadt von dem man die ganze Stadt ueberblicken kann oder das Casino, und wir waren an einem Platz, wo es ein Dorf aus dem 17. Jahrhundert gab, das vollstaendig und original erhalten war.
Alles in allem war es ein supertolles Erlebnis und ich wuerde sofort wieder nach Punta Arenas gehen, wenn ich die Moeglichkeit haette.

Liebe Gruesse Justus